Events per WhatsApp und Instagram bewerben

Mehr Tickets über die Kanäle, die deine Gäste täglich nutzen, mit sauberer Einwilligung.

Die meisten Tickets für Partys, Clubnächte und kleine Konzerte werden heute über Instagram und WhatsApp verkauft: ein Post, eine Story, ein Link in der Gruppe. Das funktioniert, weil Gäste dort ohnehin unterwegs sind und Empfehlungen von Freunden vertrauen.

Damit aus Reichweite kein Ärger wird, brauchst du für Werbenachrichten eine Einwilligung. Hier erfährst du, wie du WhatsApp und Instagram rechtssicher und wirksam einsetzt. Dieser Leitfaden ersetzt keine Rechtsberatung; für deinen konkreten Fall sprich mit einer Anwältin, einem Anwalt oder deiner Steuerberatung.

So funktioniert's

  1. 1

    Event anlegen

    Name, Datum, Location und Ticketkategorien eintragen.

  2. 2

    Link teilen

    Verkaufslink per Instagram, WhatsApp oder auf deiner Website.

  3. 3

    Einlass scannen

    QR-Codes mit dem Handy prüfen und Gäste live zählen.

Darauf solltest du achten

Einwilligung zuerst: § 7 UWG und DSGVO

Werbung per elektronischer Post ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung gilt nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG als unzumutbare Belästigung. Behandle Werbenachrichten per WhatsApp deshalb wie E-Mail-Werbung: erst Einwilligung, dann Nachricht.

Eine wirksame Einwilligung braucht laut BfDI ein aktives Verhalten der Person, also zum Beispiel ein eigenes, nicht vorausgefülltes Häkchen. Der Widerruf muss so einfach sein wie die Erteilung, und du musst nachweisen können, wann und wie jemand eingewilligt hat. Speichere deshalb Datum, Kanal und Wortlaut der Einwilligung.

Was die WhatsApp Business Policy verlangt

WhatsApp erlaubt Unternehmen, Menschen nur anzuschreiben, wenn diese ihre Nummer selbst mitgeteilt und dem Empfang weiterer Nachrichten zugestimmt haben. Wer sich abmeldet oder blockiert, muss aus deiner Kontaktliste entfernt werden.

Auf der WhatsApp Business Platform startest du Gespräche nur mit freigegebenen Nachrichtenvorlagen. Antwortet ein Gast, kannst du innerhalb des 24-Stunden-Fensters frei zurückschreiben. Plane deine Kampagnen deshalb so, dass Gäste aktiv reagieren: Frage nach dem Lieblings-Act, kündige Early-Bird-Tickets an und biete eine einfache Abmeldung an.

Kanäle, Gruppen und Status richtig nutzen

Ein WhatsApp-Kanal eignet sich für Ankündigungen an alle, die dir freiwillig folgen: Line-up, Preisstufen, Restkarten. Gruppen funktionieren gut für Stammgäste, Crews und Promoter, solange alle Mitglieder selbst beigetreten sind.

Der WhatsApp-Status und Instagram-Storys sind ideal für Countdown-Inhalte. Setze in jede Story denselben Verkaufslink, damit Gäste mit einem Tipp im Checkout landen. Mit Tickean bekommen Käufer ihr QR-Ticket anschließend direkt per WhatsApp und E-Mail; dieser Ticketversand gehört zum Kauf und ist keine Werbung.

Instagram: Inhalte, Link und Kennzeichnung

Auf Instagram verkaufen klare Fakten: Datum, Location, Line-up, Gesamtpreis inklusive Servicegebühr und ein Link in der Bio oder in der Story. Kurze Videos vom letzten Event zeigen Stimmung besser als jedes Plakat.

Wenn Promoter, DJs oder Influencer für Posts Geld, Freikarten oder Provision bekommen, muss der kommerzielle Zweck erkennbar sein (§ 5a Abs. 4 UWG). Bitte sie, solche Posts als Werbung zu kennzeichnen. Mit Promoter-Links von Tickean siehst du gleichzeitig, welcher Post wirklich Tickets verkauft hat.

Checkliste für deine Kampagne

1. Einwilligung für Werbung im Checkout oder per Formular einholen, mit eigenem, nicht vorausgefülltem Häkchen.

2. Einwilligungen mit Datum und Kanal dokumentieren.

3. Einen einzigen Verkaufslink für alle Kanäle nutzen und pro Promoter einen eigenen Link vergeben.

4. In Werbung immer den Gesamtpreis nennen, wie es die Preisangabenverordnung verlangt.

5. In jeder Werbenachricht eine einfache Abmeldung anbieten und Abmeldungen sofort umsetzen.

6. Bezahlte Posts von Promotern und Influencern als Werbung kennzeichnen lassen.

Die echten Kosten: 0 % Gebühr für Veranstalter.

0 % Gebühr für Veranstalter: so rechnest du den Endpreis.

Preise und Gebühren ansehen →

Häufige Fragen

Darf ich meine Ticketkäufer per WhatsApp zum nächsten Event einladen?

Mit einer ausdrücklichen Einwilligung für Werbung per WhatsApp ja. Hol diese Einwilligung beim Kauf mit einem eigenen Häkchen ein und dokumentiere sie. Den Ticketversand selbst darfst du ohne Werbeeinwilligung per WhatsApp schicken, weil er zur Erfüllung des Kaufs gehört.

Darf ich Nummern in eine WhatsApp-Gruppe aufnehmen, ohne zu fragen?

Setze besser auf freiwilligen Beitritt per Einladungslink. Laut WhatsApp Business Policy dürfen Unternehmen nur Menschen anschreiben, die ihre Nummer mitgeteilt und zugestimmt haben; Abmeldungen musst du respektieren.

Müssen Promoter ihre Posts als Werbung kennzeichnen?

Wenn sie dafür Geld, Provision oder eine ähnliche Gegenleistung erhalten, muss der kommerzielle Zweck nach § 5a Abs. 4 UWG erkennbar sein. Eine klare Kennzeichnung als Werbung schützt dich und deine Promoter.

Wie starte ich mit Tickean?

Registriere dich kostenlos, lege dein Event an und teile den Verkaufslink. Bei Fragen hilft dir unser Team per WhatsApp.

Quellen

  1. § 7 UWG – Unzumutbare Belästigungen — Bundesamt für Justiz (gesetze-im-internet.de) (accessed 2026-10-23)
  2. Basiswissen zum Datenschutz: Einwilligung — Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) (accessed 2026-10-23)
  3. WhatsApp Business Messaging Policy — WhatsApp (Meta) (accessed 2026-10-23)
  4. § 5a UWG – Irreführung durch Unterlassen (Kennzeichnung kommerzieller Zwecke) — Bundesamt für Justiz (gesetze-im-internet.de) (accessed 2026-10-23)

Willst du auch Tickets verkaufen?

Wenn das Modell passt, legst du dein Event in wenigen Minuten an. 0 % für Veranstalter, schnelle Auszahlung über den Zahlungsanbieter.

Zuletzt aktualisiert: 23. Oktober 2026