Preisstufen nach Kontingent statt nach Datum
Lege zwei bis vier Stufen fest, zum Beispiel Early Bird, Vorverkauf 1, Vorverkauf 2 und Abendkasse. Jede Stufe bekommt ein festes Kontingent. Ist es verkauft, öffnet automatisch die nächste Stufe.
Der Vorteil: Knappheit entsteht durch echte Nachfrage, nicht durch einen Kalender. Ergänze trotzdem ein spätestes Enddatum für Early Bird, damit die Stufe nicht wochenlang hängen bleibt, wenn der Verkauf langsamer startet.
Timing: wann du startest
Starte den Vorverkauf, sobald Datum, Location, Kapazität und die wichtigsten Acts feststehen. Bei Clubnächten reichen oft zwei bis drei Wochen, bei Konzerten, Festivals und Silvester plane deutlich länger.
Kündige den Verkaufsstart einige Tage vorher an, damit deine Community bereit ist. Ein fester Starttermin mit Uhrzeit sorgt für einen ersten Verkaufsschub und gibt dir früh ein Signal, wie gut das Event ankommt.
Rechenbeispiel: 300 Tickets in drei Stufen
Beispielwerte: 80 Early-Bird-Tickets à 15,00 €, 150 Tickets im Vorverkauf à 19,00 € und 70 Tickets in der letzten Stufe à 23,00 €. Das ergibt 1.200,00 € + 2.850,00 € + 1.610,00 € = 5.660,00 € Ticketumsatz.
Die ersten 80 Tickets finanzieren schon Anzahlungen, etwa für Location oder DJ. Bei Tickean zahlst du als Veranstalter 0 %; die Servicegebühr zahlen Käufer zusätzlich, und sie ist im angezeigten Endpreis enthalten. Weil die Auszahlung schnell über den Zahlungsanbieter läuft, steht dir der Vorverkaufsumsatz früh zur Verfügung.
Preise ehrlich kommunizieren
Nenne in jeder Werbung den Gesamtpreis inklusive Servicegebühr (§ 3 PAngV). Wenn du schreibst „nur noch 20 Early-Bird-Tickets“, muss das stimmen; unwahre Knappheitsangaben können nach § 5 UWG irreführend sein.
Kündige jeden Preissprung vorher an, zum Beispiel mit einer Story 24 Stunden vor dem Ende einer Stufe. So belohnst du schnelle Käufer und gibst Unentschlossenen einen klaren Grund, jetzt zu kaufen.
Checkliste für deinen Vorverkauf
1. Kapazität und Ziel-Umsatz festlegen, dann Stufen und Kontingente daraus ableiten.
2. Abstand zwischen den Stufen moderat halten, damit späte Käufer nicht abspringen.
3. Verkaufsstart mit Datum und Uhrzeit vorher ankündigen.
4. Mit Tickean mehrere Ticketkategorien anlegen: Early Bird, regulär, VIP und Gästeliste in einem Event.
5. Promoter-Links verteilen, um zu sehen, welcher Kanal die frühen Tickets verkauft.
6. Restkontingent für die Abendkasse nur einplanen, wenn deine Kapazität es erlaubt.